Tipps & Tricks

Tipps für das Studium zu Hause

Ein Virus hat es geschafft unser Leben auf dem Kopf zu stellen. Plötzlich gibt es aufgrund der Ausgangsbeschränkungen ganz viele Veränderungen. Wir haben Tipps für dich, wie du damit leichter klar kommst.

Prüfungen werden verschoben, Praktika fallen aus, direkte Kontakte zu Freund*innen und Kommiliton*innen fehlen. Viele verlieren ihre Nebenjobs oder sind in Sorge, wie sie die ECTS-Punkte für Stipendien / Zuschüsse erreichen können. Die ungewohnten Umstände können Gefühle der Unsicherheit, Angst und Stress auslösen. 

Um in diesen unruhigen Zeiten zu unterstützen, hat die Psychologische Studierendenberatung ein paar Tipps für das Studium zu Hause und für den Umgang mit Stressbelastungen zusammengestellt. Dabei gilt, je größer die Unsicherheit, desto wichtiger sind eine gute Tagesstruktur und mentale und körperliche Stärkung. 

Tages- und Wochenplanung vornehmen

Eine gute Organisation und die Einhaltung einer verbindlichen Tagesstruktur gibt Halt und Sicherheit. Festgelegte Aufstehens-, Schlafens-, Essens-, Lern- und Freizeiten schaffen Rahmenbedingungen, innerhalb derer man sich gut orientieren kann.

Lern- und Prüfungsorganisation

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren Lernstoff und den Prüfungsmodalitäten. Eventuell ist einzelnen Fächern die Veränderung des Prüfungsmodus möglich z. B. in Form einer schriftlichen Arbeit. Überlegen Sie, in welchen Fächern Sie sich trotz der Unsicherheit und Ungewissheit auf eine Prüfung vorbereiten können.  

Verbindliche Arbeitszeiten festlegen
  • Legen Sie fest, wie viele Stunden pro Woche Sie für Ihre Prüfungsvorbereitung und für die Erstellung wissenschaftlichen Arbeiten aufwenden möchten bzw. müssen. Machen Sie diese Wochenplanung schriftlich bzw. elektronisch.
  • Planen Sie Ihre Zeit und Ihre Lernaufgaben realistisch und formulieren Sie Ihre Arbeitsziele und Arbeitsschritte so konkret wie möglich.
    Also nicht: „Das Buch schau ich mir heute irgendwann an“, sondern: „Heute lerne ich Seite 1 bis 15 von 10 Uhr bis 12 Uhr. Danach mache ich eine Pause bis 14 Uhr und die Wiederholung bis 15 Uhr und dann …“
  • Finden Sie Lern- bzw. Schreib-/Übungseinheiten, die für Sie passen. Für viele haben sich Lerneinheiten von 50 Minuten, gefolgt von 10 Minuten Pause, bewährt.
  • Wenn Sie sich explizit auf eine zukünftige Prüfung vorbereiten, unterteilen Sie die Lernphasen in Überblick, Aneignung und Wiederholung. Letztere stellt die zeitintensivste Phase dar, deshalb sollten Sie überlegen, wann am Tag Sie sich am besten konzentrieren können. 
  • Vielleicht lassen sich über Videotelefonie auch Lerngruppen organisieren. Das gemeinsame Lernen schafft ebenfalls Struktur, macht mehr Spaß und wirkt sich oft positiv auf den Lernerfolg aus. 
Wissenschaftliche Arbeiten schreiben

Wenn Sie aufgrund aktueller Sorgen unkonzentriert sind und Sie nur langsam vorwärtskommen, hilft es, zunächst schrittweise einen Rohentwurf zu verfassen. Der ungeschliffene Text kann später immer noch verbessert werden.  Wenn Ihre Konzentration und Kreativität nachlassen, dann versuchen Sie zwischendurch mögliche Blockaden mit aktivierenden oder entspannenden Körperübungen zu lösen. 

Für psychisches und körperliches Wohl sorgen
  • Das Gefühl begrenzt oder eingesperrt zu sein, verursacht körperliche und psychische Anspannungen. Versuchen Sie deshalb mit einfachen Mitteln Körper, Geist und Seele etwas Gutes zu tun, z.B. durch regelmäßige körperliche Aktivität, kurze Entspannungsübungen in den Lernpausen, gute Musik, ein gutes Essen, warmes Bad oder durch einen Spaziergang in der Sonne. Einen Überblick über digitale Angebote zu Fitnessübungen finden Sie  unter www.fitforfun.at
  • Atem-, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen helfen beim Stressabbau und sie verbessern die psychische Befindlichkeit.
Gezielte Fakten helfen gegen aufkommende Ängste

Klare Fakten und seriöse Informationen geben Orientierung und Sicherheit. Überlegen Sie bewusst, welchen medialen Quellen Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken möchten und wieviel Zeit Sie täglich der Informationsbeschaffung widmen möchten. Vermeiden Sie ununterbrochenen Medienkonsum und grenzen Sie sich gegenüber Panikmache und Fake-News ab. 

In Beziehung bleiben! 

Bleiben Sie in Verbindung mit Freund*innen und Familie und sprechen Sie mit vertrauten Menschen darüber, was Sie beschäftigt, Ihnen Angst macht und wie Sie sich fühlen. Sprechen Sie vor allem auch darüber, was Ihnen im Moment gut oder besser gelingt als vor der häuslichen Isolation. 

Aufmerksamkeit auf positive Inhalte richten!

Denken sie an die Probleme die Sie erfolgreich überwunden haben. Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken, Talente und auf kreative Fähigkeiten, die Sie bei der Bewältigung von Krisen und schwierigen Aufgaben erfolgreich unterstützt haben. Welche angenehmen Aktivitäten und Rituale fördern eine gute Stimmung. Hören sie Ihre Lieblingsmusik, lesen Sie Bücher und sind Sie auch offen für Humor und Witz. 

Psychologische Studierendenberatung Salzburg

Die Psychologische Studierendenberatung Salzburg bietet derzeit bei Bedarf telefonische Beratungstermine oder Email-Beratungen für Studierende und Studienwerber*innen an.

Dafür bitte zunächst per Email psb.sbg@sbg.ac.at kontaktieren.

Wichtige Krisenhotlines

  • Telefonseelsorge Salzburg: 142 
  • Ambulante Krisenintervention: 0662/433351
  • Helpline des Berufsverbandes Österreichischer Psycholog*innen
    (ausgeweitete Beratungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr) 01 504 8000
  • Ö3-Kummernummer (12-24 Uhr) 116 123
  • Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
  • Coronavirus-Hotline der AGES (24h) 0800 555 621
Text: Gertraud Meusburger
Foto: Alexandra Embacher

www.studierendenberatung.at

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