Der PUNKT

Quo Vadis Mensa?

Es ist traurige Gewissheit: Die Mensa an der GesWi, wie sie von der Österreichischen Mensen Betriebsgesellschaft mbH betrieben wird, wird schließen. Manuel Gruber hat sich in der PUNKT.-Sommerausgabe 2017 dem Thema gewidmet.

Auch wenn die Mensa im Haus vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht immer das beste Angebot für uns Studierende bereitstellte und das Essen nicht immer den Ansprüchen der Studierenden entsprach, so war diese Mensa doch mehr als nur ein Raum, in dem gegessen werden konnte: Ein Ort, an dem man sich treffen konnte, an dem sich die Studierenden bei einem Kaffee über Lehrveranstaltungen, den letzten Partyrausch oder über die lästigen WG-Mitbewohnerinnen und Mitbewohner austauschten oder man sich einfach bei einem kühlen Getränk treffen konnte.

Es braucht viel mehr Leben

Na gut, nicht immer war dies in dem Raum im kühlen Keller so gut möglich, doch trotzdem war die Mensa für viele Studierende ein wichtiger Ort an der GesWi. Mit der Schließung geht somit ein wichtiger Bestandteil unserer GesWi verloren, denn seien wir uns mal ehrlich: Wo wollen wir noch un- sere Referate vorbereiten, gemeinsam lernen oder einfach Leben in die alten Mauern bringen, wenn es keinen Raum mehr gibt, an dem man sich treffen und bei Zimmerlautstärke austauschen kann? Und noch wichtiger: Wo holt man sich eine kleine Stärkung in den Pausen, wenn man gerade nicht die Zeit hat, um zum nächsten Spar oder Billa zu laufen?

Die Uni-Zeit soll nicht nur aus einem strikten „In-den-Hörsaal-reingehen-und-nach-der-Lehrveranstaltung-sofort-wieder-heimgehen“ bestehen, sondern aus viel mehr: Egal ob man sich spontan im Gang trifft, sich austauscht oder ob man gemeinsam an der Uni etwas weiterbringen will, egal ob für universitäre Zwecke oder nicht – es braucht einfach wieder viel mehr Leben zwischen den Hörsälen und einen Austausch von Argumenten und Meinungen zwischen allen Beteiligten an der Uni, denn nur gemeinsam können wir unsere Uni ein Stückchen besser machen! Genau dafür braucht es offen zugängliche Räumlichkeiten an der Uni, in denen sich die Studierenden gerne aufhalten. Und genau hier besteht das große Problem: Mit der Schließung der Mensa gibt es quasi keine derartigen Räumlichkeiten mehr an der GesWi.

Ein Aufruf

Deshalb rufen wir Studierende und Lehrende als StV KoWi dazu auf, sich zahlreich in die Unterschriftslisten, die in den Studienvertretungen im Haus ausliegen, einzutragen und damit ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen dafür, dass wir eine Mensa wollen, die uns Studierende ausreichend mit Nähr- stoffen für die oft langen Uni-Tage versorgt, aber auch Ort für Begegnung und Austausch ist!

Der Artikel ist im PUNKT. 02/17 erschienen.

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